«Hau den Mörgeli» – die neue Attraktion im Medienzirkus

Man mag als Journalist von Christoph Mörgeli halten, was man will, auch von der Politik, welche die SVP seit Jahren in der Schweiz inszeniert. Aber was da in der Sendung «Rundschau» des SRF unlängst zelebriert wurde, hat meiner Ansicht nach nur noch wenig mit Journalismus zu tun.

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Boulevardjournalismus – oder: Wie hässliche Fratzen erträgst Du im Spiegel?

Wie erkennt man einen Boulevardjournalisten? Er trägt kurzes Haar und hat immer einen schwarzen Rollkragenpulli dabei. Der Grund: Jemandem, der aussieht wie ein Pfarrer, gibt man bereitwilliger Auskunft.

Was klingt wie ein dummer Witz ist leider keiner. Doch beginnen wir ganz von vorn:

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Konflikt-Fetisch der Medien – oder: Wieso darf die Welt nicht auch einfach mal in Ordnung sein?

Egal ob man eine Zeitung aufschlägt, das Radio anmacht oder auf eine News-Sendung im TV zappt – eines sticht einem sofort ins Auge: die Omnipräsenz von Konflikten, Auseinandersetzungen und Anfeindungen. Mord und Totschlag, Betrug oder zumindest Ungerechtigkeiten – die Medien sind voll davon.

Eine üble Welt muss das sein, die da draussen stattfindet, im eigenen Land, im eigenen Kanton, ja gar vor der eigenen Haustüre. Nichts scheint mehr in Ordnung, die Menschen verkommen und sowieso ist alles grundschlecht.

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Als Journalistin bloggen – ein Luxus mit Risiken und Nebenwirkungen

Lang ist’s her, als ich meinen letzten Blogbeitrag hier verfasste. Zwar habe ich mir meinen Publikationsrhythmus bewusst offen gelassen. Doch mangelte es mir nicht an Lust und Laune zu bloggen. Auch sind mir die Ideen nicht ausgegangen – im Gegenteil: die Liste möglicher Blogthemen wächst wöchentlich.

Was mich bisher hinderte, war das, was man wohl als Gretchenfrage eines jeden (privat) bloggenden Journalisten bezeichnen könnte: Was darf ich? Wie viel darf ich? Und wie weit darf ich gehen?

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Felssturz in Gurtnellen – oder: die Satire, die keine war

Es ist also wieder passiert. Heute Mittwoch, 14. November, 16.30 Uhr, sind in Gurtnellen Gesteinsmassen auf die Bahnlinie der SBB gestürzt.

Mein erster Gedanke, als ich die Meldung las: «Bitte nicht schon wieder!» Nicht (nur), weil ich in Sorge war – glücklicherweise wurde laut ersten Meldungen niemand verletzt – sondern weil ich ahne, welches Echo der neuerliche Felssturz in Gurtnellen mit sich ziehen wird. Wieder. Bitte nicht!

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Musik – das ewige Geheimnis

Musik ist für mich das am schwersten fassbare Mysterium überhaupt. Mal abgesehen davon, dass ich nie wirklich verstehen werden/will, wie Musik funktioniert – und kommt mir bloss nicht mit irgendwelchen Schallwellen, welche die feinen Härchen in meinem Ohr zu Schwingungen und deshalb mein Hirn zur Wahrnehmung von Tönen bringt! – viel faszinierender noch ist die Tatsache, was Musik auslösen kann, welche Gefühle, welche innersten Empfindungen sie hervorrufen kann.

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Faszination Mensch

Wir Menschen sind schon eigenartige Wesen. Und merkens meist gar nicht.

Wir setzen uns in ein Café, eine meist wahllose Anreihung von Tischen, einem Büffet und einer Küche mit Getränken und Nahrungsmittel, die nicht die unsren sind, hergestellt und geliefert von Leuten, die wir nicht kennen. Dann sitzen wir da, alleine, trinken unser Kaffee, essen unseren Salat und starren abwechselnd in die Zeitung und in die Leere. Da sitzen, trinken und essen auch andere Artgenossen. Wir kennen die zwar nicht, sprechen nicht mit ihnen, weichen den Blicken aus – und können doch nicht ohne sie. Es muss immer auch andere Menschen im selben fremden Raum geben, die die selben Dinge tun. Trinken, essen, ins Leere starren.

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Ich leide, also bin ich – oder: Wozu eigentlich Horrorfilme?

Eigentlich ist es immer dieselbe Tortur – und doch setze ich mir ihr mehrfach wöchentlich aus: Horrorfilme. Einundvierzig Exemplare stehen bereits im DVD-Regal, und jeder von ihnen erzählt dieselbe Leidensgeschichte:

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Alkohol? Wieso sollte ich?

Neulich, an einem x-beliebigem Datum, an einem x-beliebigen Ort, an einem x-beliebigen Apéro aufgrund eines x-beliebigen Anlasses. Leere Gläser stehen auf dem Tisch, der zu feiernde öffnet eine Flasche Wein. Peng – und schon fliesst die blubbernde Flüssigkeit. Auch ich kriege ein Glas – und dann spielt sich der immer gleiche Film ab. Überall. Zu jeder Zeit.

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Oralverkehr auf der Tanzfläche

Samstagabend. Nachtlokal. Auf der Tanzfläche tummeln sich um die achtzig Personen, Männer und Frauen im Alter zwischen zwanzig und fünfunddreissig Jahren. Stimmung: ausgelassen. Die Meute tanz, wackelt, schwitzt. Aus den Lautsprechern dröhnt Musik, die Lippen murmeln mit:

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